Diabetische Fußpflege

Diabetikern kann aufgrund hoher Blutzuckerwerte das Schmerzempfinden verloren gehen. So bleiben kleine Verletzungen mitunter unbemerkt. Am stärksten davon betroffen sind die Füße. Denn gerade da machen Durchblutungsstörungen das Heilen der Wunden besonders langwierig und schwierig.

Somit ist eine gründliche Untersuchung auf Muskelschwäche und Gefühlsstörungen (PNP = Polyneuropathie) von Diabetiker-Füßen obligatorisch!

Dabei werden mit desinfizierten bzw. sterilen Instrumenten:

  • allenfalls offene Wunden (Ulcera) sachgemäß und routiniert versorgt,
  • übermäßige Hornhaut (Hyperkeratosen) entfernt,
  • Hühneraugen (Clavi) fachgerecht abgetragen,
  • Nägel professionell gekürzt,
  • gegebenenfalls eingewachsene Nägel (Unguis incarnatus) versorgt,
  • nach Abstimmung mit dem behandelnden Arzt Nagelpilze (Mykosen) oder verdickte Nägel (Onychauxis) behandelt und
  • die Haut gepflegt.

Bei Diabetikern ist die regelmäßige Fußpflege und Kontrolle besonders wichtig – am besten alle 6 bis 8 Wochen. Das gilt vor allem dann, wenn bereits einmal Wunden vorhanden waren.

An dieser Stelle möchten wir auch darauf hinweisen, dass Diabetes von den Betroffenen ein überdurchschnittliches Maß an Geduld und Disziplin abverlangt. Damit Diabetes-Füße dauerhaft gesund bleiben, muss das Zusammenspiel von Fußpflege in der Praxis und zuhause sowie eigener regelmäßiger Fuß- und Schuhkontrolle funktionieren!

Sobald Ihnen Verletzungen oder Veränderungen an den Füßen auffallen, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Fußpflege.

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